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Simon

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Input (November 2007)

"Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.
Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht;
Denn ohne mich könnt ihr nichts tun."

Johannes 15,5

Immer wieder ist es notwendig zu realisieren, dass wir wachsen müssen; wachsen, nicht nur körperlich, sondern auch geistlich. Charakteristisch für Pflanzen ist, dass sie genau dies tun. Dies ist ein Ziel, neben dem "Frucht-bringen", auf das ich an dieser Stelle nicht so eingehen möchte. Viel wichtiger ist hier erst die Basis, die zum Wachsen benötigt wird. Die Nährstoffe für die Reben kommen vom Weinstock, der sie aus dem Boden bekommt und weitergibt. Jesus sagt mir diesem Bibelvers ganz unmissverständlich, dass er dieser Weinstock ist, der uns versorgt. Wie oft jammern wir, weil uns etwas fehlt, wenn es uns nicht gut geht und wir krank sind und beginnen zu beten. Denken wir dann zurück an "gute" Zeiten, die vom Erfolg, Glücksgefühlen und Gesundheit geprägt waren, stellt sich oft die Frage "warum?". Eine Frage, über die man alleine schon einen ganzen Gottesdienst halten kann und immer wieder an einem Punkt herauskommt, an dem man nicht weiter weiß, Situationen, die für uns Menschen nicht zu durchschauen sind, weil unser Horizont doch sehr beschränkt ist. Es ist wie am Meer, man sieht am Horizont die Krümmung, jedoch kann man nicht abschätzen, wie es einen Kilometer dahinter aussieht, was auf einen zukommt. Diesen Überblick auf unser Leben hat nur Gott (und eigentlich bin ich froh, dass ich nicht alles weiß!). Er kennt unseren Lebensweg und er kennt auch das "warum", das uns oft erst im Nachhinein einleuchtet. Was ich damit sagen möchte ist, dass es heißt "wer IN MIR bleibt", wer bei Gott bleibt, sich auf ihn verlässt, der bringt viel Frucht. Wenn wir bei Gott bleiben, für ihn leben, dann hilft und unterstützt er uns und gibt uns so viele Aufgaben, dass wir sie bewältigen, wenn wir nicht selbst meinen, es übertreiben zu müssen. Die dürren Reben, die keine Frucht mehr bringen, weil die Verbindung des Lebenssaftes zum Weinstock unterbrochen wurde, werden abgestoßen und fallen ab, sie werden nicht gebraucht, sondern verbrannt. Ähnlich dem Bild "die Spreu vom Weizen trennen".
Das Schöne und Mutmachende, das mich durch die vergangenen turbolenten Tage und Wochen getragen hat, ist zum einen die Erkenntnis, dass man ohne Gott wirklich nichts tun kann - wir können unsere Karriere planen, Gott wirft sie durcheinander, man kann nette Briefe schreiben und sie werden missverstanden, Gott hat immer das letzte Wort, aber nicht nur die Macht, um es in unseren Augen zu nichte zu machen, sondern auch den vorhin genannten Überblick, den Weitblick für das, was wirklich gut für uns ist. Und darauf vertrau' ich - und mit diesem Vertrauen, das oft schmerzlich aufgebaut wird, da man sich erst fallen lassen muss, den Schritt ins Unbekannte wagen muss um zu spüren, dass man aufgefangen wird, kann ich zuversichtlich wachsen und Frucht bringen. Frucht, die andere Menschen freut, die den "Gärtner" freut und aus der viel neues hervorgehen kann.
Dies ist mein Wunsch an dich, dass du Gott erfahren darfst in dieser Woche, dass du spürst, woher deine Kraft zum Leben kommt, dass du darin aufgehen und wachsen kannst, zu deiner Freude und zur Freude anderer, die vielleicht dadurch einen ganz speziellen und für sie unglaublich wichtigen, vielleicht sogar den entscheidenden Moment in ihrem Leben erleben.

Seid gesegnet, euer Simon